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TENS-Gerät= Reizstrom

 

1     TENS-Gerät= Reizstrom

1.1     Definition

1.2     Bei welchen Krankheiten werden TENS-Geräte eingesetzt?

1.3     Was bewirkt eine TENS-Behandlung?

1.4     Wo und wie werden die Elektroden angesetzt (Elektrodenlokalisation)?

1.5     Wann und wo dürfen TENS-Gerätenicht benutzt werden?

1.6     Anwendungsdauer

1.7     Komplikationen

1            TENS-Gerät= Reizstrom 

1.1            Definition

 

TENS= Transkutane elektrische Nervenstimulation (Anreizen der Nerven elektrisch durch die Haut). TENS ist die Applikation von elektronischen Impulsen auf Nerven durch die Haut, um Schmerzen zu lindern.

 

1.2            Bei welchen Krankheiten werden TENS-Geräte eingesetzt?

 

·         Stumpf- und Phantomschmerz 

·         Lumbalgien / Ischialgie 

·         Halswirbelsyndrom 

·         Schulter-Arm-Syndrom 

·         Spannungskopfschmerz 

·         Gesichtsschmerz 

·         Zosterneuralgie 

·         Schmerz nach peripherer Nervenläsion

 

Eine TENS-Behandlung ist eine Therapie, die mit fast allen Therapien kombinierbar ist. Bei dieser Behandlung wird der Patient mit einbezogen und er kann die Therapie auch selbst durchführen. 

1.3            Was bewirkt eine TENS-Behandlung?

 

·         Verbesserung der Haut- und Muskeldurchblutung 

·         Linderung der Schmerzen

·         Abtransport abgegebener Schmerzstoffe

·         Lockerung muskulärer Strukturen 

·         Vermeidung einer sympathikotonen Überreaktionen (Regulation gegen Stress)   

·         Ausschüttung körpereigener Endorphine (Schmerzen werden geringer) 

·         Aktivierung spinaler Hemmsysteme (Schmerzreize werden zum zentralen Nervensystem nicht aufsteigen) 

·         Verminderung der Erregbarkeit peripherer Nerven

·         Gegenirritationsverfahren durch sogenannte Aktivierung des  

Gate-Controll-Mechanismus

 

1.4            Wo und wie werden die Elektroden angesetzt (Elektrodenlokalisation)? 

Die Elektroden können angesetzt werden:

 

1     im schmerzenden Areal

2     über den peripheren Nerven

3     paravertebral (neben der Wirbelsäule)

4     kontralateral (auf der Gegenseite)

5     über Trigger-Punkten oder Akupunktur-Punkte

 

Bei Trigeminusneuralgie oder Post-Zoster-Neuralgien werden die Elektroden kontralateral zum betroffenen Segment angesetzt.

 

Der Mindestabstand zwischen den Elektronen beträgt mindestens 2 cm. Je größer die Elektroden, desto größer der Abstand

 

1.5            Wann und wo dürfen TENS-Geräte  nicht benutzt werden?

·         Schmerzen unklarer Genese (bei Schmerzen, bei denen die Ursache nicht bekannt sind) 

·         niedrige Patienten-Compliance 

·         Herzschrittmacher 

·         schwere Herzrhythmusstörung 

·         schwere Kreislaufstörungen 

·         Hautirritationen im Hautanwendungsgebiet 

·         Epilepsien

·         psychische Leiden

·         Allergie auf Elektrodengel oder Klebematerial

 

Achtung keine Elektroden: 

·         über Knochenvorsprüngen oder künstliche Gelenken 

·         über Halsschlagader 

·         bei Schwangerschaft – Vorsicht! 

1.6            Anwendungsdauer 

 

·         hochfrequente Stimulation (über 80 Herz)

 

·         Dauer  20-60min

·         in einzelnen Fällen

·         z. B. bei neuropathische Schmerzen kann die Behandlung mehrere Stunden pro Tag dauern

 

·         niederfrequente Stimulation (2-8 Herz)

 

·         Kurzfristige Anwendung, 5-10 min. 

 

1.7            Komplikationen 

·         Verbrennungen I-II Grades durch zu langer Einwirkungsdauer,  zu großen Elektroden, nach Lokalanästhesie oder bei Polyneuropathie 

·         Schmerz kann verstärkt werden durch zu lange muskuläre Überschwellung, also Reizung , Muskelkater, falsche Elektrodenplatzierung, Nervenüberreizung im Stimulationsbereich 

·         nachgebende Wirkung durch Gewohnheitseffekt, geringe Akkuladung, verminderte Elektrodenfläche

 

 

 

 

 

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